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Förderschwerpunkt Sprache und Diagnostik

Unsere Förderschule mit dem Schwerpunkt Sprache unterstützt Kinder individuell in ihrer sprachlichen, schulischen und persönlichen Entwicklung. Auf dieser Seite finden Sie Informationen zur sonderpädagogischen Arbeit an unserer Schule.

Sonderpädagogische Förderung

Kinder mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf im Bereich Sprache haben Schwierigkeiten, sich mündlich oder schriftlich verständlich auszudrücken oder gesprochene und geschriebene Sprache richtig zu verstehen. Dies kann sich in Problemen bei der Wortfindung, Grammatik, Aussprache, im Satzbau, im Wortschatz oder im sozialen Sprachgebrauch zeigen.

Die Schwierigkeiten betreffen nicht die Intelligenz der Kinder, sondern die Verarbeitung, Speicherung und Anwendung von Sprache. Sie benötigen gezielte Unterstützung, um Sprache sicher zu nutzen, Gedanken klar auszudrücken, Texte zu verstehen und sich im Alltag und in der Schule zu verständigen.

Ziel der Förderung ist es, die Kommunikationsfähigkeit zu stärken, sprachliche Kompetenzen aufzubauen und damit Lernen, soziale Teilhabe und Selbstständigkeit zu ermöglichen. Der Unterricht wird dabei individuell an die Stärken und Bedürfnisse der Kinder angepasst, oft in kleinen Gruppen oder durch gezielte Fördermaßnahmen.

Mehrere Figuren, die miteinander sprechen und Ideen haben.

Individuelle Förderpläne

In Förderplänen werden der Unterstützungsbedarf und die daraus abgeleiteten (sonder-)pädagogischen Maßnahmen für jeden Schüler und jede Schülerin über das Schuljahr hinweg festgehalten. Der noch vorhandene sonderpädagogische Unterstützungsbedarf wird am Ende des Schulhalbjahres überprüft und von der Klassenlehrerin oder dem Klassenlehrer beschrieben.

Die individuelle sonderpädagogische Förderung geschieht auf der Grundlage eines in der Verantwortung der jeweiligen Klassenleitung liegenden Förderplanes, der gemeinsam mit den Fachlehrern unter Einbeziehung der Schüler*innen verfasst wird. Die Beteiligung der Schüler*innen wird in der Durchführung von zwei Schülersprechtagen im Schuljahr gewährleistet, bei dem die Zielsetzungen und Fördermaßnahmen intensiv zwischen Lehrkraft und der einzelnen Schülerin oder dem einzelnen Schüler besprochen werden.

Wenn sich der sonderpädagogische Unterstützungsbedarf geändert hat, kann das zu einem Wechsel des Förderschwerpunktes, zu einem Wechsel des Bildungsgangs oder zu einem Wechsel des Förderortes führen. In jedem Fall werden die Lehrkräfte rechtzeitig das Gespräch mit Ihnen suchen, um einen solchen Wechsel mit Ihnen zu besprechen und Sie in die Überlegungen mit einzubeziehen.

Eine Figur, die sich im Spiegel ansieht.

Förderangebote

Die Schule bietet in den Jahrgangsstufen 5–8 additive Sprachförderung (2 bzw. 1 Wochenstunde) an, in Jahrgang 9/10 erfolgt gezielte Förderung im Klassenunterricht zur Vorbereitung auf die zentralen Abschlussprüfungen.

Der Förderbedarf wird individuell ermittelt anhand von Testungen, Diagnostik, Förderplänen und Beobachtungen. Angebote umfassen u. a. Rechtschreibung, Grammatik, Wortschatz, Sprechhemmungen, Lese- und Schreibförderung, Konzentration, soziale Kompetenzen und Selbstwertstärkung.

Die Einteilung in Fördergruppen erfolgt nach Beratung im Schülersprechtag, unter Einbeziehung der Schüler*innen zur Zielvereinbarung. Spezialisierte, jahrgangsübergreifende Angebote, z. B. Stotter- oder Mutismusförderung, werden in Kleingruppen oder individuell durchgeführt.

Mehrere Figuren, die in einem Klassenzimmer sitzen und der Lehrkraft zuhören.

Diagnostik

Im Rahmen der Diagnostik werden an der Martin Buber Schule sowohl formelle als auch informelle Verfahren auf unterschiedliche Art und Weise genutzt, um die Individualität der Schülerinnen und Schüler zu berücksichtigen. Zugrunde liegt dabei stets der Ansatz der prozessorientierten Förderdiagnostik. Folgende Bereiche werden dabei abgedeckt:

  • Motorik, Feinmotorik
  • Kognition, Lernverhalten, Leistungsverhalten
  • Wahrnehmung
  • Emotionalität
  • Soziabilität und Kooperationsfähigkeit 
  • mündliche / schriftliche Kommunikation
  • Kommunikativ-pragmatische Sprachebene
  • Lexikalisch-semantische Sprachebene
  • Phonetisch-phonologische Sprachebene
  • Morphologisch-syntaktische Sprachebene
  • Lesefähigkeit
  • Rechtschreibung

Eine Figur, die Nachforschungen betreibt, indem sie ein Loch in den Boden gräbt.

Pixabay

Pixelchen | manfredsteger | https://pixabay.com/de/users/manfredsteger-1848497/

 

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